AK-Wertschöpfungsbarometer 2016: Gewinnauszahlungen explodieren – Investitionen stagnieren

2016 überstieg die durchschnittliche Pro-Kopf-Wertschöpfung (Produktivität) in den 1171 von der AK untersuchten österreichischen Mittel- und Großbetrieben den durchschnittlichen Pro-Kopf-Personalaufwand um mehr als 34.000 Euro. Mit anderen Worten: Jede Beschäftigte/jeder Beschäftigte hat im Schnitt um 34.000 Euro mehr für ihr/sein Unternehmen erwirtschaftet als sie/er dieses gekostet hat.

„Dank der hohen Produktivität der Beschäftigten machen die Unternehmen satte Gewinne. Statt sie produktiv zu investieren, schütteten sie 2016 aber mehr davon an die Eigentümer aus. Wenn die neue Regierung jetzt auch noch die Gewinnsteuern senkt, fließt nur noch mehr Geld in die Taschen der Eigentümer“, kritisiert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Diese Ergebnisse stammen aus der jährlichen Analyse der offengelegten Jahresabschlüsse mittlerer und großer Kapitalgesellschaften in Österreich für den AK-Wertschöpfungsbarometer. Der Wertschöpfungsbarometer ermittelt den Überschuss der durchschnittlichen ordentlichen Pro-Kopf-Wertschöpfung (Pro-Kopf-Produktivität) über den durchschnittlichen Pro-Kopf-Personalaufwand in den untersuchten Unternehmen. In der Zehn-Jahres-Betrachtung ist er – zu Gunsten der Unternehmen – nominell um etwa 8,4 Prozent gestiegen.

Gewinnauszahlungen pro Beschäftigtem auf Rekordhöhe
Besonders auffallend sind 2016 die hohen Gewinnauszahlungen (betreffend die Vorjahresgewinne) an die EigentümerInnen. Die durchschnittlichen Gewinnauszahlungen pro Beschäftigtem lagen 2016 bei 16.220 Euro. Sie wurden gegenüber 2015 um 20,2 Prozent in die Höhe getrieben und zeigen damit den höchsten Wert seit Beginn der AK-Wertschöpfungsbarometer-Analysen im Jahr 2002!

Von 2006 bis 2016 sind die durchschnittlichen Gewinnauszahlungen an die EigentümerInnen pro Beschäftigtem nominell insgesamt um 55 Prozent gewachsen, fast dreimal so stark wie die Pro-Kopf-Personalaufwendungen (plus 19,7 Prozent)!

Nach Jahren der Wirtschaftsschwäche wäre es 2016 besonders wichtig gewesen, einen großen Teil der erzielten Gewinne in die Entwicklung der Unternehmen und ihrer Arbeitsplätze zu investieren. Mit Investitionen in beschäftigungsfördernde Sachanlagen und die MitarbeiterInnen kann ein Unternehmen zukunftsfit gemacht und auch der Unternehmenswert nachhaltig gesteigert werden. Die durchschnittlichen Sachinvestitionen je Beschäftigtem sind 2016 mit 13.729 Euro aber im Vergleich zum Vorjahr etwa gleich geblieben. In den untersuchten Unternehmen wurde 2016 pro Kopf sogar um etwa fünf Prozent weniger investiert als 2006! Damals betrugen die Sachinvestitionen noch 46 Prozent und die Gewinnauszahlungen ein Drittel (33,3 Prozent) des Überschusses, heute liegen diese Anteile bei 40,3 bzw. 47,6 Prozent.

All diese Daten sprechen gegen weitere Steuergeschenke und Senkungen sogenannter Lohnnebenkosten für die Unternehmen. Vielmehr sollten die Löhne kräftig erhöht und die ArbeitnehmerInnen steuerlich deutlich entlastet werden. Durch höhere Steuergutschriften – sprich: Negativsteuern – kommt eine Steuerreform auch Menschen mit sehr geringen Einkommen zugute. Das erhöht ihre Kaufkraft und schafft Nachfrage, die die Wirtschaft zur Stabilisierung des Aufschwungs dringend braucht.

Wertschöpfungsbarometer neutral

Wertschöpfungsbarometer FSG

Regierung erfüllt Wünsche der Industriellen – ArbeitnehmerInnen sollen länger arbeiten und weniger mitgestalten

Die enormen Wahlkampfspenden von Industriellen haben sich gelohnt: „Das Programm der schwarz-blauen Regierung ist in vielen Bereichen fast deckungsgleich mit Forderungen der Industriellenvereinigung“, kritisiert FSG-Landesvorsitzender Andreas Stangl. „Es sind Verschlechterungen für die ArbeitnehmerInnen geplant, wie etwa bei der Arbeitszeit oder beim Arbeitslosengeld, gleichzeitig sollen auch die Interessenvertretungen der ArbeitnehmerInnen geschwächt werden.“

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Die stärkste Stimme gegen Schwarz-Blau: Johann Kalliauer kandidiert bei der AK-Wahl 2019

Nicht erst mit der Einführung des 12-Stunden-Tages haben ÖVP und FPÖ gezeigt, worum es ihnen bei den Koalitionsverhandlungen geht: Um die Zerschlagung der Rechte der Arbeit-nehmerInnen. Das zeigen auch die permanenten Angriffe auf die Pflichtmitgliedschaft in der Arbeiterkammer. Umso wichtiger ist es, dass sich eine starke AK und starke Gewerkschaften vehement gegen diese Pläne wehren.

Mit unserem AK-Präsidenten und ÖGB-Landesvorsitzenden Johann Kalliauer haben wir die stärkste Stimme gegen Schwarz-Blau an der Spitze unserer Bewegung. Umso mehr freut es uns, dass der FSG-Landesvorstand heute einstimmig beschlossen hat, dass Johann Kalliauer auch 2019 wieder als Spitzenkandidat für die FSG in die AK-Wahl ziehen wird.

Warum er wieder als AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender kandidieren wird, erklärt Johann Kalliauer in dieser Videobotschaft:

Kinderbetreuung in Oberösterreich: AK und ÖGB kämpfen für die Betroffenen!

Dass Schwarz-Blau in Oberösterreich Mütter und Väter künftig für die Nachmittagsbetreuung ihrer Kinder zahlen lassen will, ist eine echte Hiobsbotschaft. Dagegen regt sich breiter Widerstand: Letzte Woche haben rund 1500 Menschen an einem Gewerkschaftsprotest vor dem Landhaus teilgenommen. Und die AK macht mit dem neuen Kinderbetreuungsatlas wieder Druck, damit sich die Lage für die Familien verbessert: Derzeit haben nur 85 Gemeinden ein Angebot, das Vollzeitbeschäftigung ermöglicht.

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Gegen das Kürzungsprogramm von Schwarz-Blau: Gewerkschaften starten Protestaktionen

65.000 Beschäftigten in den öffentlichen Einrichtungen des Landes Oberösterreich drohen empfindliche Reallohnverluste. Landeshauptmann Stelzer hat angekündigt, dass er diese Menschen mit Lohn- und Gehaltserhöhungen weit unter der Inflationsrate abspeisen will. Die Gewerkschaften starten deshalb noch heute mit Pro-testmaßnahmen. Denn wir können nicht zulassen, dass die ArbeitnehmerInnen für die schwarz-blauen Sparpläne bezahlen.

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Schwarz-blaue Attacken auf die Arbeiterkammer: Beschäftigte stehen hinter ihrer Interessenvertretung!

Die Stärke der Arbeiterkammer ist manchen ein Dorn im Auge. Einige Großindustrielle versuchen mit Hilfe von führenden ÖVP- und FPÖ-Politikern, die AK und damit die arbeitenden Menschen zu schwächen. Etwa durch die Abschaffung der gesetzlichen Mitgliedschaft oder zumindest durch eine Kürzung der AK-Umlage. Doch die Beschäftigten – allein in Oberösterreich sind es rund 650.000 – stehen hinter ihrer Interessenvertretung. Die AK ist ihre Stimme: lautstark, kompetent und verlässlich.

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AK fordert Gerechtigkeit für Arbeitnehmer: Enorme Leistungen viel stärker honorieren!

Die Beschäftigten sind die wichtigsten Leistungsträger in Oberösterreich. Diese Tatsache hat die Arbeiterkammer jetzt erneut mit einer umfangreichen Leistungsbilanz bewiesen. „Den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern müssen ihre enormen Leistungen viel stärker zugutekommen“, verlangt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer Gerechtigkeit bei den Löhnen und Gehältern, bei der Steuerlast und bei der Förderung von Weiterbildung.

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Neues Plakat: 500 Euro weniger Lohnsteuer

Es ist eine wichtigsten Forderungen der SPÖ: Die ersten 1.500 Euro, die ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin im Monat verdienen, sollen steuerfrei sein. Das heißt, dass allen Menschen, die Lohn- und Einkommenssteuer zahlen, mehr als 500 Euro im Jahr im Börsel bleiben.

Während die Kurz-ÖVP Unternehmenssteuern in unvorstellbarem Ausmaß senken will und damit die Finanzierung unseres Sozialsystems gefährdet, schaut die SPÖ auf die ArbeitnehmerInnen. Sie fordert nach der Lohnsteuerreform 2016 eine weitere Steuersenkung für die Beschäftigten. Konkret will die SPÖ die Steuern auf Arbeit um fünf Milliarden Euro senken und mehr Netto vom Brutto für Steuerzahler.

Mittelschicht profitiert von SPÖ-Modell
Nicht nur KleinverdienerInnen profitieren, sondern auch die Mittelschicht. Denn wer 2.000 oder 3.000 Euro brutto verdient, zahlt erst für jene Summe Steuern, die über der Freigrenze von 1.500 Euro liegt. Wer wenig verdient zahlt keine Steuern.

Weitere steuerliche Maßnahme im SPÖ-Konzept: die Einführung einer Steuer auf Erbschaften und Schenkungen von über einer Million Euro. 500 Millionen sollen so für die Pflegefinanzierung hereinkommen. Das ist unsere Vorstellung von Gerechtigkeit!

Ein Plakat zum Ausdrucken findest du im Anhang und auf https://www.facebook.com/fsgooe! Bitte liken und teilen!

FSG – Plakat Lohnsteuer ohne Logo Mail

FSG – Plakat Lohnsteuer Mail

Neues Plakat: Schwarz-blau: Skandale, Affären, Pensionsraub

Eine schwarz-blaue Regierung? Bitte nicht schon wieder! Denn an den Folgen der letzten schwarz-blauen Koalition von 2000 bis 2006 haben wir noch heute zu leiden.

Heute fordern Kurz und Strache Steuergeschenke für Konzerne in Milliardenhöhe, stellen sich schützend vor Millionenerben, indem sie eine Erbschaftssteuer verweigern und stellen gleichzeitig Einschnitte im Sozialbereich in Aussicht.

ÖVP und FPÖ voll auf arbeitnehmerfeindlicher Linie
Damit liegen ÖVP und FPÖ voll auf der arbeitnehmerfeindlichen Linie, die die beiden Parteien schon immer vertreten. Während der schwarz-blauen Koalition haben FPÖ und ÖVP für mehr als 50 Verschlechterungen im Arbeits- und Sozialrecht gesorgt! Einige Maßnahmen waren gravierend, wie etwa die tiefen Einschnitte bei den Pensionen. Die Folgen der schwarz-blauen Kürzungen spüren nicht nur die heutigen Pensionistinnen und Pensionisten, sie betreffen uns alle.

Minus 2,7 Milliarden Euro für ArbeitnehmerInnen – in nur einem Jahr!
Alleine im Jahr 2005 summierten sich die Belastungen für ArbeitnehmerInnen, die die schwarz-blaue Regierung beschlossen hat, auf 2,7 Milliarden Euro. Dafür hat Schwarz-blau Großunternehmen und Konzernen durch neue Steuerbegünstigungen Milliarden zugeschanzt.

Nur die SPÖ kämpft für unser gutes, stabiles Pensionssystem und damit für eine sorgenfreie Zukunft der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer!

Ein Plakat für das schwarze Brett und eine Argumentationskarte mit Hintergrundinfos findest du anbei!

 

FSG – Argumentationskarten ÖVP FPÖ

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FSG – Plakat ÖVP FPÖ ohne Logo Mail

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