AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer fordert zum Tag der Arbeit mehr Anerkennung für die Leistungen der Arbeitnehmer!

Zum Tag der Arbeit am 1. Mai fordert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer mehr Respekt für die Beschäftigten. „Sie sind die wahren Leistungsträger in diesem Land, finanzieren den Sozialstaat und müssen jetzt mitansehen, wie ihnen die Regierung scheibchenweise die Leistungen kürzt und den Reichen und Unternehmen Geschenke macht“, sagt Kalliauer.

Die ArbeitnehmerInnen in Oberösterreich haben im vergangenen Jahr mehr als eine Milliarde Stunden beruflich gearbeitet. Von den 40 Millionen Überstunden wurde ca. ein Fünftel weder in Geld noch durch Zeitausgleich abgegolten. Diese unbezahlten Überstunden entsprechen rund 165 Millionen Euro oder 4500 Arbeitsplätzen. Zusätzlich erbringen die ArbeitnehmerInnen in unserem Bundesland jährlich mehr als 60 Millionen ehrenamtliche Arbeitsstunden, dazu kommen unschätzbare Leistungen im familiären Bereich, also in der Kinderbetreuung und Altenpflege.

Beschäftigte sorgen für Rekordergebnisse
Die Beschäftigten in 564 ausgewählten Unternehmen mit jeweils mehr als 49 Beschäftigten erarbeiteten im Jahr 2016 eine Pro-Kopf-Wertschöpfung von fast 88.000 Euro. Abzüglich der durchschnittlichen Personalkosten bleiben diesen Unternehmen jährlich immer noch mehr als 27.000 Euro pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter. „Die Beschäftigten bescheren den oberösterreichischen Unternehmen Rekordergebnisse und den Eigentümern hohe Gewinnauszahlungen“, sagt Kalliauer.

Große Leistungen – kleine Einkommen
Trotz ihrer hervorragenden Leistungen kommt nur etwa die Hälfte der Beschäftigten mit dem Einkommen aus. Im Handel oder in der Gastronomie sind es sogar weniger als 40 Prozent. Diese ArbeitnehmerInnen leisten extrem viel – und bekommen dafür viel zu wenig bezahlt.

Dafür zahlen sie den Großteil der Steuern im Land: 2016 haben die ArbeitnehmerInnen in Oberösterreich fast 6,7 Milliarden Euro an SV-Beiträgen und Lohnsteuer gezahlt. Zählt man dazu noch die Konsumsteuern, dann tragen die oberösterreichischen Beschäftigten wesentlich mehr zur Finanzierung der staatlichen Leistungen bei, als alle Unternehmen in ganz Österreich mit ihren Gewinnsteuern.

Die FSG fordert: Gerechte Einkommen, faire Steuern und Bildungschancen
„Politiker und Unternehmer sollen die Leistungen der Beschäftigten endlich anerkennen, statt weiter die Märchen von fehlender Flexibilität, überbordendem Sozialstaat und quälenden Lohnnebenkosten zu erzählen“, sagt Kalliauer. Die FSG verlangt stattdessen gerechte Löhne und Gehälter, faire Steuern und Bildungschancen. Kalliauer: „Die Beschäftigten haben sich eine rasche Anhebung der Mindestlöhne und die korrekte Bezahlung aller geleisteten Überstunden, eine spürbare Senkung der viel zu hohen Abgaben auf Arbeit sowie eine deutlich höhere Förderung von Weiterbildung verdient.“ Und er fordert die schwarz-blaue Regierung auf, mit der Zerstörung des Sozialstaats aufzuhören – immerhin zahlen sich die Beschäftigten ihre soziale Absicherung zum überwiegenden Teil selber. „Es ist keinesfalls zu akzeptieren, dass die Absicherung bei Krankheit, Arbeitslosigkeit oder in der Pension ständig infrage gestellt und verschlechtert wird.

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